[Blog-O-Quest] Blut und Stahl – Geschichten aus der Schlacht

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Die Blog-O-Quest geht in die 41. Runde: Organisiert von Gloria (Nerd-Gedanken) widmet die Aktion im Februar den Heldinnen des Kampfs sowie Anekdoten vom Schlachtfeld. So viel Vorrede braucht das gar nicht, das Konzept ist bewährt: Fünf und eine Frage, dieses Mal ohne Lückentexte. Schön geradlinig eben, wie eine Soldatin.

1. Lieber strahlende Kriegerheldin oder zwielichtige Söldnerin?

Im Allgemeinen kann ich beiden Konzepten etwas abgewinnen. Bei mir entscheidet sich das klar am Genre. In eher DnD-artigen High oder Low Fantasy-Settings spiele ich lieber den strahlenden Helden, dessen Gesinnung rechtschaffend neutral oder gut ist. In einem eher düsteren Genre wie Sword and Sorcery fällt die Wahl auf den zwielichtigen Gesellen. Die Beispiele stammen zwar aus der Fantasy, gilt aber ebenso in anderen Genres.

2. Spielst Du selbst eine Kriegerin? Wenn ja, stelle sie hier doch einfach mal vor. Wenn nein, verrate Deinen Leserinnen, warum Du keine Kriegerinnen spielst.

Mein aktueller Krieger ist der Halbork Tsa’Gorma. In meiner vorherigen Pathfinder-Runde gab es wenig Charakterspiel. Der Charakter Tsa’Aska ist mir dennoch ans Herz gewachsen, weshalb ich ihn für meine jungen Dungeon and Dragons-Runde adaptiert habe.

Tsa’Gorma ist in einem Orkstamm aufgewachsen, in dem er sich zum Stammeskrieger hochgeschlagen hat. Sein Kodex orientiert sich sowohl an Stärke als auch der Ehre eines Kriegers. Damit vereint er paladinartige Tugenden mit dem geradlinigen Temperament eines Orks.

Diese unkomplizierte Weltsicht hat in unserer Pathfinder-Runde dazu geführt, dass wir eine Nymphe befreien konnten. Die Gruppe traf sie in der Festung eines Drachens, wo sie die Gruppe zum Essen eingeladen hat. Wo seine Gefährten kurz davor waren, sie zu erschlagen, hat der Halbork zum Bier gegriffen und sich bedankt. Dadurch erfuhr die Gruppe, dass die Dienerin ihr magisches Tuch benötigt, um zu fliehen. Daraus lernen wir, dass Charakterspiel Leben retten kann.

3. Pleiten, Pech und Pannen gibt es immer dann, wenn Spielerinnen kritisch auf Würfel treffen. Teilt Eure Erinnerung an den witzigsten, seltsamsten, unpraktischsten oder gefährlichsten Patzer in einer Kampfsituation!

Mir fällt kein Erlebnis ein, das im strengen Sinne passt. Allerdings erinnere ich mich als Spielleiter daran, dass ich in meiner Savage Worlds-Cyberpunk-Runde mal einen coolen, knackigen Zweikampf inszenieren wollte. Zwei der Punks sind in den Ring gegen einen Hünen gestiegen. Ohne Kampferfahrung war sich der eine auf den Boden, um dem Feind zu Fall zu bringen. Der andere folgte mit einem Dropkick ins Gesicht des Soldaten. Wegen der explodierenden Würfel war das bereits der ganze Kampf. Solche Szenen kennt bestimmt jede SaWo-Spielleiterin.

4. Größere Schlachten verkommen im Pen’n‘Paper gerne zu einer üblen Würfelorgie. Wie handhabt Ihr das Kampfgeschehen mit vielen beteiligten NPC in eurer Spielrunde und welche Elemente braucht es, damit eine Massenschlacht für Dich spannend bleibt?

Ich entsinne mich an zwei Massenschlachten. In meiner ersten Pathfinder-Runde bin ich mit einem Ranger der 13. Stufe und seinem Tiergefährten eingestiegen und war so überfordert, dass ich keine Einblicke in die Regeln mitgenommen habe. Grundsätzlich gab es mehrere Showdowns zwischen den Heldinnen und der Anführerin der feindlichen Truppen, sobald eine Armee überlegen schien. Das hat sich nicht lange gezogen und war kurzweilig.

Für SaWo habe ich wiederum den Angriff auf eine Akademie geleitet, der innerhalb von wenigen Runden abgeschlossen wurde. Da am Anfang jeder Runde jede Spielerin noch auf eine Spezialaktion ihrer Figur würfeln konnte, durften sich alle ausreichend einbringen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das System langweilig wird, wenn sich ein Kampf in die Länge.

Die Star Wars-Regelwerke von Fantasy Flight Games enthalten ein vielversprechendes System – so meine Erinnerung. Dabei wird auf das Kampfgetümmel selbst auf die Heldinnen geschaut, die als Anführerinnen Seite an Seite mit ihren Truppen kämpfen. Das sind in meinen Augen die interessanten Szenen einer Massenschlacht.

Mit dem Thema werde ich mich noch auseinandersetzen müssen. Zurzeit suche ich noch eine Spielerin für die Kurzkampagne Against Atlantis, an deren Ende eine Schlacht steht. Dafür gibt es Regeln, aber das Abenteuer bietet auch an, den Angriff einfach als Epilog abzuhandeln. Eine große Schlacht ist auch für das Finale meiner Dungeon World-Kampagne abzusehen. Dort werde ich ebenfalls überlegen müssen, wie ich die Szenen gestalten werde.

5. Kein Kriegerinnenlebenohne Blut und Tod – was war die schlimmste Wunde oder der epischste Tod, den Du im Kampfgeschehen bisher miterlebt hast?

Auch bei dieser Frage erinnere ich mich nur indirekt an einen passenden Tod. In einem Oneshot Shadows of Esteren habe einen Magientisten gespielt. Das sind magische Bastler und der vorgefertigte Charakter hatte eine Art football-große Bombe bei sich.

Das Abenteuer führte die Gruppe in ein Dorf, um ein vermisstes Kind zu retten. Dort endeten die Nachforschungen in einer Grotte, in der ein Druide mit der Beschwörung eines Dämons beschäftigt war. Das Kampfglück war gegen uns und die Gefährtinnen gingen zur Flucht über. Da entschied ich mich, die Bombe scharf zu schalten, um mit ihr unter dem Arm den finsteren Druiden mit dem Dämon in das Wasser zu stoßen.

Die Spielleiterin wollte mich auf Werfen würfeln lassen, bis sie verstand, was ich vorhatte. Daraufhin hat sie wunderbar mitgemacht und es ging ohne die Würfel. Druide und Dämon wurden in einer epischen Explosion vernichtet und die überlebenden Heldinnen konnten den Auftrag erfüllen.

Bonusfrage: Nennt eure kriegerische Lieblingsklasse (gern auch Kombiklasse) und das dazugehörige Rollenspielsystem!

Das ist eine gute Frage, weil mich meistens an einfache Grundklassen halte. Für Pathfinder habe ich einmal eine Heldin[sic!] der fünften Stufe gebaut, die sowohl Level als Kämpferin als auch Paladinin hatte. Auf der fünften Stufe war das Konzept sehr spannend, um bestimmte Schwerpunkte zu setzen. Auf höheren Stufen wird es meinem Eindruck nach allerdings frustrierend, weil keine der beiden Klassen ausreichend fortentwickelt würde, um zu glänzen.

Die Kämpferin in Lamentations of the flame Princess hat ihren Fluff-Charme, weil sie als traumatisierte Kriegsveteranin dargestellt wird. Wenn man sich auf dieses ernste Thema einlässt, kann man im Rollenspiel bestimmt viel Potenzial heben. Im griechisch angehauchten Mazes and Minotaurs gibt es wiederum die Zentaurin als Typ der Warrior-Class. Wenn man die Regel ignoriert, dass nur männliche Zentauren auf Abenteuer ziehen, dann hat der Zentaur den vierbeinigen Exotenbonus.

Über die RPG-Blog-O-Quest:

  • Und für die, die den monatlichen RPG-Blog-O-Quest immer noch nicht kennen, ist hier auch noch einmal die Erläuterung zu der monatlichen Aktion zusammengefasst:
  • An jedem Monatsersten stellen unterschiedliche Blogs, organisiert über das Forum auf RSP-Blogs, dem Rollenspielvolk fünf Fragen (in der Regel in Form vonLückentexten), um deren Beantwortung auf Blogs, in Podcasts, in Vlogs oder in Foren gebeten wird. Meistens gibt es außerdem eine oder mehrere Bonusfragen.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um das sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung der Links freuen sich die Ausrichter.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich willkommen.
  • Die „RPG-Blog-O–Quest“-Logos dürfen in den Beiträgen benutzt werden.

Ein Gedanke zu „[Blog-O-Quest] Blut und Stahl – Geschichten aus der Schlacht

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