[Blog-O-Quest] Fünf Fragen rund um Waffen im Rollenspiel

Logo #03 der RPG Blog-O-QuestChris von Runway 61 richtet in diesem Monat die Blog-O-Quest aus und das Thema sind Waffen im Rollenspiel. Das ist ein naheliegendes Thema, sodass es schon wunderlich ist, dass es erst in Quest #31 abgefragt wird. Ich finde das Thema ausgesprochen spannend, nicht weil ich Waffen im Rollenspiel so toll finde, dass sie viel Platz benötigen, sondern, weil ich mich zurzeit viel mit Dungeon World beschäftige, dem System meiner noch jungen Montagsrunde. Dungeon World hat dazu einen ganz eigenen Zugang, aber dazu später mehr.

Obwohl das Konzept der Blog-O-Quest aus fünf Fragen besteht, bürgern sich neben einer Bonusfrage gerade noch andere Ausführungen ein, daher in Kürze das Vorgeplänkel.

 

Vorgeplänkel

a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / am häufigsten?

Von Anfang 2017 bis einschließlich März 2018 überrascht mich meine Statistik nicht. Pathfinder spiele ich in einer (theoretisch) wöchentlichen Runde und Savage Worlds fand zumindest ein halbes Jahr sehr regelmäßig zweiwöchig statt. Pathfinder spiele ich selbst, während ich die Savage Worlds Runde geleitet habe. Spannend ist jetzt nur noch, dass ich gleich sieben Oneshots für Beyond the Wall geleitet habe.

Pathfinder liegt ganz vorne mit 22 Sitzungen.

b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze?

Mal sportlich über den Daumen gepeilt: klares Nein.

 

So, jetzt zu den Fragen.

1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher, während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste?

Viel Gerede für eine einfache Frage – naja fast, weil die Vorrede noch die Frage nach der Komplexität der Waffenbeschreibungen und -Regeln impliziert, die sich in den Fragen nicht wiederfinden.

Als Rollenspieler sind mir viele verschiedene Waffen sehr wichtig. Eine Waffe sollte unbedingt für einen Charakter auch wählbar sein, wenn sie sich im jeweiligen Setting vorstellen lässt. Die Länge der Waffenliste darf allerdings gerne sehr kurz sein, was mit der vergessenen Frage zusammenhängt: Die Waffen brauchen für mich nicht viele individuelle Werte.

Ein gutes und eher klassisches Beispiel ist für mich Beyond the Wall. Dabei fallen alle Waffen in eine von vier Kategorien, die sich lediglich in einem unterschiedlichen Schadenswürfel unterscheiden. Wirklich interessant wird es allerdings erst bei Dungeon World, wo Waffen lediglich ein paar narrative Schlagworte als Eigenschaften haben, die in die Handlung eingebaut werden können. Der Schaden, auf den oft geschaut wird, hängt allerdings von der Klasse ab, sodass ein Kämpfer immer mehr Schaden als ein Magier macht, selbst wenn sie dieselbe Waffe benutzen.

Daran ist in meinen Augen sehr schön, dass man mit den verschiedenen Eigenschaften schnell jede Waffe abbilden kann und keine lange Liste benötigt. Gleichzeitig muss der Spieler nicht mehr ständig auf seine Waffe schauen und wird viel mehr eingeladen, auch mal unbewaffnet oder mit improvisierten Waffen zu kämpfen – seiner Schlagkraft tut dies schließlich keinen Abbruch. Für mich ist das eindeutig das bessere Konzept als lange Listen.

 

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt?

Ich entsinne mich bislang nicht, dass eine Waffe wirklich zentral gewesen wäre. Im Moment baue ich für ein geplantes City of Mist-Oneshot mit Frank vom Numenera-Blog Aendymion einen Charakter, für den ein Dolch wesentlich ist, der dem Charakter besondere Kräfte verleiht. Das nennt man allerdings Fluff und es ist eher unwahrscheinlich, dass diese Konstellation den Dolch wirklich ungewöhnlich stark in den Mittelpunkt rücken wird.

 

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung?

Ich bin eher ein Fluff-Spieler und komme nicht in Versuchung, wenn ich ein Charakterkonzept wie den Wüstenkrieger mit Säbel im Kopf habe.

 

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich _________, weil…

Feuerwaffen in Fantasy-Settings finde ich schwierig, weil die Regeln dazu zu oft Schmarrn sind. Für die Stimmung finde ich Pulverwaffen in der Regel in Ordnung, aber es sollte nicht in absurde Sonderregeln ausarten.

 

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: Wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?

Meine Pathfinder-Runde ignoriert das mit der Munition, weil sie dazu einfach viel zu billig ist, um irgendwie noch ernsthaft ins Gewicht zu fallen. Wenn das System Munition vorsieht, zähle ich in der Regel allerdings mit – okay, in besagter Pathfinder-Runde halt nicht. Am liebsten habe ich allerdings Runden, in denen das keine Rolle spielt. Habe ich schon einmal erwähnt, dass Dungeon World einen ziemlich coolen Umgang mit Waffen pflegt?

Munition bei Dungeon World wird nur abstrakt nachgehalten. Zwar kann sich der Spieler auch hier Pfeile im Äquivalent von einem numerischen Wert kaufen, dieser wird allerdings normalerweise nur reduziert, wenn bei einer Probe etwas schiefläuft. Dadurch muss der Spieler nicht jeden Pfeil nachhalten und dennoch ist Munition ein Thema.

 

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war…

Ich würde ja gerne den Cryostrahler nennen, den schon Michael bei jaegers.net nennt, aber ich habe das Abenteuer nur geleitet. Der einzige Spieler, der ihn im Cthulhu Now Abenteuer Serum 17 tatsächlich hergenommen hat, hat anschließend zwei Mal dermaßen daneben gewürfelt, dass der Strahler keine Rolle mehr gespielt hat.

Ansonsten habe ich mal den(!) Gerti gespielt. Der zwergische Cleric stand bereits einer gewaltigen Goblinhorde mit einer spitzen, geborstenen Planke einer Holztür gegenüber. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er damit tatsächlich einen Goblin überwältigt hat. (Das war in Dungeon World und mit der Planke konnte er den gleichen Schaden machen, wie mit seinem Streithammer. Habe ich erwähnt, dass ich dieses System klasse finde?)

Die Fragen von Chris findet man hier auf Runway 61, ein schöner Blog, den ich auch ohne Quest immer wieder gerne besuche – persönliche Empfehlung, falls jemand gezielt Blogs folgt.

Ansonsten die Blog-O-Quest in Kürze:

  • An jedem Monatsersten werden fünf Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Podcasts, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat widmet sich einem Hauptthema, um das sich die Fragen drehen.
  • Verlinkt eure Beiträge hier in den Kommentaren und/oder im entsprechenden Forenthread auf rsp-blogs.de.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die fünf plus ein plus zwei Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)
Advertisements

Eine eigene Meinung hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s