Empfehlungen für das erste Mal als Spielleiterin

Irgendwann kommt für fast jede Rollenspielerin das erste Mal als Spielleiterin, in meinen Augen die interessanteste Rolle am Spieltisch. Mir sind schon viele Spielerinnen begegnet, die einen großen Respekt davor haben, aber wie so oft gilt, dass erst die Übung die Meisterin macht. Das bedeutet umgekehrt, dass es ganz normal ist, gerade am Anfang noch nicht perfekt zu sein.

In meinen Augen gibt es einige universelle Tipps, die für neue Spielleiterinnen nicht oft genug wiederholt werden können; insbesondere weil manche davon der eigenen Intuition widersprechen können. Meine wichtigsten Tipps für die ersten Runden als Spielleiterin sind:

  • Rede mit Deiner Gruppe
  • Spiele nicht mit Idioten
  • Suche nach einem Wohlfühlsystem statt Anfängerfreundlichkeit
  • Das erste Abenteuer muss keinen Preis gewinnen
  • Frag erst hinterher nach Hilfe

Rede mit Deiner Gruppe

Klar, wenn die Spielrunde beginnt, erzähle alle, was sie machen, was daraufhin geschieht usw. Ganz offensichtlich redet man am Spieltisch miteinander, aber die Runde beginnt früher: Irgendwie muss es sich ergeben, dass Du zum ersten Mal leitest. Damit sollte auch bereits der Dialog beginnen.

Wenn Du jetzt nervös bist, empfehle ich als erstes, ehrlich zu sein: Sag den Spielerinnen, dass Du zum ersten Mal leitest und nervös bist. Die meisten werden bereits selbst geleitet haben und Deine Nervosität nachvollziehen können. (Manche Spielerinnen sind ohnehin genügsam, solange sie nicht selbst leiten müssen.) Wenn das bekannt ist, dann fällt es auch viel leichter, um Hilfe zu fragen, wenn Du später Hilfe benötigst.

Bleib selbstbewusst: Deine Ängste treffen selten ein

Dabei solltest Du Dich auf keinen Fall klein machen! Ich habe schon viele tolle erste Sitzungen mit unerfahrenen Spielleiterinnen erlebt und die Nervosität sowie der Druck, den sie sich selbst gemacht haben, waren stets größere Herausforderungen als ihre fehlende Erfahrung.

Das Geheimnis ist: Die meisten Befürchtungen werden nicht eintreffen!

Das, was beim Leiten schiefgehen kann, geht meistens auch noch den erfahrenen Spielleiterinnen schief und Erfahrung bedeutet nur, dass Du mehr bewährte Lösungsstrategien an der Hand hast. Dafür hat in der Regel jede Spielerin Verständnis und letztlich hängt der Spaß selten davon ab, dass alles reibungslos abläuft. Gute Spielerinnen stehen in der Regel auch zur Verfügung, wenn Du (hinterher) Tipps und Rückmeldung benötigst.

Spiele nicht mit Idioten

Gute Spielerinnen sind wesentlich wichtiger für eine gute Runde als eine Deine Erfahrung. Selbst mit den besten Erfahrungen wirst Du keine tolle Runde leiten können, wenn Deine Spielerinnen Idioten sind. Ich habe schon erlebt, dass ein Spieler die Gruppe aktiv behindert und seine Mitspieler in die Pfanne gehaut hat. Dagegen kann auch die beste Spielleiterin nichts unternehmen, außer den Spieler aus der Gruppe zu werfen.

Das Ganze ist ein Hobby und sollte Spaß machen, deshalb ist es legitim, sich die Spielerinnen auszusuchen. Es gibt viele Möglichkeiten, online zu spielen, und selbst auf dem abgelegenen Dorf muss sich niemand mehr auf die örtlichen Spinner beschränken. Es gibt daher relativ wenig Gründe, sich mit ihnen abzugeben.

Such Dir ein Wohlfühlsystem und fühle Dich mit den Regeln wohl

Welches System gespielt wird, hängt etwas von den Umständen ab. (Manchmal stellt sich die Frage gar nicht, weil die Spielleiterin rotiert und Du daher sowieso keine Wahl hast, aber dazu später.) Manchmal hast Du die Wahl und die Communities, Foren und Social Media Gruppen sind voll mit der Frage nach anfängerfreundlichen Systemen. Der bessere Ansatz ist in meinen Augen allerdings, ein System zu suchen, in dem Du Dich wohlfühlst.

Irgendeinen Bezug zum Rollenspiel wirst Du haben, wenn Du kurz davorstehst, zu leiten. Eine Möglichkeit wäre, dass Du bereits ein System als Spielerin kennst: Warum solltest Du ein komplett neues System kaufen und lernen, wenn es eins gibt, dass Du bereits kennst?

Wenn Du zum ersten Mal überhaupt spielst und noch keine Erfahrung hast: Welches System hat Deine Aufmerksamkeit auf das Hobby gelenkt? Welches System hat Dich soweit gebracht, es gerne ausprobieren zu wollen? Der Umgang mit den Regeln und der Spielstil variieren stark und es ist schwer, bereits vorher einzuschätzen, was Dir am Ende Spaß machen wird und was nicht.

Das Schwarmbewusstsein ist selten hilfreich

Auf den ersten Blick mag es sinnvoll wirken, aber bei Facebook in der einer Rollenspielgruppe, Foren usw. nach Systemtipps zu fragen, aber das ist selten wirklich hilfreich. Ein Großteil der Leute wird am Ende ihr Lieblingssystem empfehlen, egal wie anfängerfreundlich es tatsächlich ist oder ob sie zum gewünschten Genre passen. Stattdessen wirst Du am Ende zahlreiche Systemnamen haben, die Dir auch nur bedingt weiterhelfen werden, und musst selbst noch viel recherchieren.

Anhang der Supermarktauswahl für Marmelade ist bereits erwiesen, dass eine zu große Auswahl die Entscheidungsfindung behindert und am Ende eher dazu führt, dass gar keine Entscheidung fällt (Paradox of Choice). Warum sollte das bei der Wahl des Systems besser laufen, wenn man bislang kaum eine Orientierung hast? Gehe lieber nach dem Cover, lass Dich nicht einschüchtern und probiere es aus., wenn es vielversprechend klingt. Wenn Du mehr Erfahrung hast, wirst Du Dich immer noch nach Deinem Traumsystem umschauen können.

Wenn Du wirklich online um Hilfe fragst, dann empfehle ich, Dich auf die Begründungen zu konzentrieren: Meistens gibt es auch Leute, die sich tatsächlich Gedanken machen und gute Empfehlungen abgeben. Diese werden ihre Empfehlung in der Regel begründen, sodass Du jede Empfehlung ohne Begründung einfach ignorieren kannst. Diese helfen oft, einzuschätzen, ob die Empfehlung wirklich etwas für Dich ist – auch hier gilt in meinen Augen: Habe Mut, Dich Deines Gefühls zu bedienen.

Der Blick für das Wesentliche

Unabhängig davon, wie Du zu Deinem System kommst, solltest Du Dich mit den Regeln vertraut machen. Auch hier gilt: Fühle Dich lieber wohl als regelfest und blicke auf das Wesentliche! (Wenn Du bereits regelfest bist, ist das gut, aber keine Voraussetzung.)

Im Wesentlichen solltest Du zunächst wissen, wie Proben gewürfelt werden. Das umfasst in der Regel drei relevante Aspekte:

  • Wie wird eine einfache Probe geworfen, wenn eine Spielerin wissen will, ob eine Handlung gelingt?
  • Wie wird eine vergleichende Probe geworfen, wenn beispielsweise zwei Spielerinnen wissen wollen, welche ihrer Charakterinnen beim Armdrücken gewinnt?
  • Wie kann eine Spielerin eine andere bei einer Probe unterstützen, wenn sie zum Beispiel gemeinsam eine Tür aufbrechen wollen?

Meistens gibt es auch ausgedehnte Proben, bei denen geprüft wird, ob eine Handlung erfolgreich ist, die viel Zeit oder mehrere Arbeitsschritte in Anspruch nimmt. Allerdings sind die Proben selten, weshalb es sich in meinen Augen nicht lohnt, am Anfang zu viel Zeit zu investieren. Für den Anfang kann man dafür auch eine einfache Probe würfeln und sich später, wenn man regelfester ist oder es für die Handlung relevant wird, immer noch damit beschäftigen.

Grundsätzlich mag es vielleicht viele Regeln geben, die spannende Spezialsituationen abdecken. Du musst diese allerdings nicht alle kennen: Wenn es keine Verfolgungsjagd geben wird, dann brauchst Du die Regeln auch nicht. Konzentriere Dich auf das Wesentliche (und das, was Du tatsächlich für wahrscheinlich hältst).

Du musst nicht alles wissen

Neben den Proben lohnt es sich, einen Überblick zu bekommen, wie Kämpfe ablaufen und Magie gewirkt wird. Das muss Du nicht unbedingt auswendig lernen. Ein kleiner Spickzettel oder der Spielleiterschirm sind meistens für den Anfang ausreichend – Wir erinnern uns! Jeder weiß, dass Du zum ersten Mal leitest und die Idioten wurden bereits aus der Gruppe verbannt, daher werden alle Verständnis haben, wenn Du nervös an den Spieltisch kommst und nicht alle Details im Kopf hast oder vor Aufregung etwas durcheinanderbringst.

Wenn ich ein neues System leite, dass eine bestimmte Menge an Regeln umfasst, dann bitte ich immer eine Spielerin, die das System kennt, sich für die Regeln verantwortlich zu fühlen. Klar, ich lerne die grundlegenden Mechanismen – meist wie oben beschrieben, aber diese Spielerin ist dafür verantwortlich, mir weiterzuhelfen, wenn Sonderregeln relevant werden, die normalerweise nicht genutzt werden, wenn ich etwas vergessen habe oder wir uns unsicher sind. Wenn sie es selbst nicht weiß, dann kann sie für die Gruppe nachschlagen oder einen Vorschlag machen, wie man das regeln könnte, um dann zuhause nachzuschlagen. Das ist immer eine wertvolle Hilfe.

Irgendwann wird ihre Verantwortung überflüssig, weil ihr gemeinsam die Regeln gelernt habt, die ihr braucht. Das ist ein guter Zeitpunkt, sich bei ihr noch einmal zu bedanken.

Gibt es so eine Spielerin nicht, dann lernt ihr die Details ohnehin gemeinsam. Setzte Dich nicht unnötig unter Druck: In die Regeln muss jeder langsam reinkommen.

Das Abenteuer mit dem ersten Abenteuer

Okey, Du leitest also bald, Deine Spielerinnen unterstützen Dich, die Idioten müssen zuhause bleiben und Du hast ein System – sehr gut. Dann widmest Du Dich jetzt vermutlich dem ersten Abenteuer und die gute Nachricht ist: Du schaffst das! Es werden vielleicht Dinge schiefgehen, aber das passiert auch den besten Spielleiterinnen noch und wird mit zunehmender Erfahrung besser. Ich kenne keine Spielleiterin, deren erstes Abenteuer eine totale Katastrophe war.

Auch hier gilt: Du solltest Dich wohlfühlen. Es gibt zahllose Tipps, wie man ein gutes Abenteuer vorbereitet, egal ob man es sich ausdenkt, oder auf ein Kaufabenteuer zurückgreift. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, sich hier in den Tipps zu verlieren – Du musst Dich am Ende mit Deiner Vorbereitung wohlfühlen und Deinen persönlichen Weg finden, wie das für Dich am besten passt.

In meinen Augen lohnt sich: Das Wesentliche!

Klar können Dir erfahrene Spielleiter tolle Tipps geben, aber die nehmen schnell überhand und nicht alles wird für Dich und Deine Spielerinnen passend sein. Meine Empfehlung ist daher, es einfach darauf ankommen zu lassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Der Spaß hängt nicht davon ab, dass Dein Abenteuer völlig neu oder komplex ist, sondern eher von der Interaktion, die sich am Spieltisch entwickelt. Überlege Dir also, welche Aufgabe die Spielerinnen erfüllen sollen und welchen Hindernisse sie dafür bewältigen müssen. Selbst zwei bis drei Hindernisse können bereits viel Zeit in Anspruch nehmen und einen langen Abend füllen, wenn sie etwas Nachforschung und einen Kampf umfassen. Das zählt genauso für Kaufabenteuer.

Mach Dir die Notizen, mit denen Du Dich wohlfühlst. Mache Markierungen im Kaufabenteuer; schreib Dir die Stichpunkte für Dein Abenteuer auf, die Du glaubst, zu benötigen; oder halte alles schriftlich fest, wenn Du Dich damit besser fühlst. Am Ende kann Dir niemand sagen, was für Dich am besten funktionieren wird, aber die Erfahrung wird Dich das lehren.

Ich komme mit ausführlichen Vorbereitungen zum Beispiel nicht zurecht. Oft lese ich Kaufabenteuer einfach einige Male, versuche mir die wichtigsten Fakten einzuprägen und leite dann am Ende direkt aus dem Buch; sprich, ich orientiere mich an den Überschriften und lese gelegentlich mal nach, wenn ich Details brauche. Bei eigenen Erfindungen lege ich mir nur die Werte der NSCs bereit und mache mir höchstens grobe Stichpunkte zu den Konflikten und Hindernissen im Abenteuer.

Das mag alles unbefriedigend klingen, aber noch einmal: Mit steigender Erfahrung wirst Du herausfinden, wie es für Dich am besten funktioniert. Für das erste Mal entscheidet, dass Du Dich mit Deinen Unterlagen möglichst wohlfühlst. Keine Rollenspielerin kann Dir garantieren, dass ihre Tipps für Dich genauso gut funktionieren, wie für sie!

Kleiner Praxistipp: Brich einmal die Erwartung

Die Komplexität der eigenen Abenteuer kommt mit der Erfahrung. Für den Anfang kannst Du einen einfachen Plot erfinden, denn in der Regel werden die Spielerinnen daraus schon viel mehr machen, während sie spielen. Wenn Du unbedingt einen Twist willst, dann suche Dir ein Klischee oder Trope in Deinem Abenteuer, das Du gezielt brichst. Das Meiste gab es schon und die Kunst guter Abenteuer ist eher, die eigene Handschrift einzubringen, als etwas komplett Neues zu erfinden.

Wenn Du wirklich Hilfe willst: Dann Frage gezielt eine Spielleiterin

Wenn Du wirklich Hilfe willst, um Dich besser zu fühlen, dann empfehle ich Dir, eine Spielleiterin zu fragen. (Warum nicht jemanden aus Deiner Gruppe, dem Dein Stil am Ende gefallen soll?)

Rollenspiel ist vielfältig und noch vielfältiger werden die Tipps, wenn Du Deine Fragen online in die Runde stellst. Wahrscheinlich kommen so viele Tipps zusammen, dass Du den Überblick verlierst. Dazu kommen widersprüchliche Tipps und andere Dinge, die eher verwirren und hauptsächlich Arbeit machen. Denke daran: Niemand kann garantieren, dass für Dich das funktioniert, das für andere Spielleiterinnen funktionieren mag.

Wenn Du Dich mit ein paar Tipps besser fühlst, dann frage lieber gezielt eine oder wenige Personen. Dann sind die Tipps wenigstens in sich konsistenter, können Dir eventuell helfen und deine Nervosität senken. Am Ende möchte ich aber auf meine letzte Empfehlung verweisen: Beginn erst hinterher nach Tricks und Tipps zu suchen.

Auch Tipps benötigen Erfahrung, um sie zu bewerten

Natürlich ist der erste Drang, vorher nach Tipps zu suchen, aber ich würde es genau andersherum empfehlen: Niemand ist Dir böse, wenn Dein erstes Abenteuer nicht perfekt wird und langfristig ist wichtig, dass Du Deinen eigenen Stil findest und weiterentwickelst. Die Spielerinnen werden auch dann Spaß haben, wenn nicht alles reibungslos läuft und Du Dich keiner fortgeschrittenen Technik bedienst. Trotz mehrjähriger Erfahrung erlebe ich immer wieder, dass Spielerinnen oft auch dann viel Spaß haben, wenn ich mit meinem Abenteuer und meinen Entscheidungen unzufrieden bin. Spaß hängt nicht an Deiner Perfektion als Spielleiterin.

Nach Deiner ersten Runde hast Du eine Erfahrung, auf die Du aufbauen kannst. Nach dem ersten Freudentaumel kannst Du Dir überlegen, woran Du gerne arbeiten möchtest. Das ist eine echte Basis, um Dir konkretere Tipps zu suchen, und Tipps besser einordnen zu können. Zunächst empfiehlt es sich, deine Spielerinnen zu fragen, wie sie die Runde erlebt haben und ob sie Tipps für Dich haben. Das ist in der Regel viel hilfreicher, weil sie sich auf die Runde beziehen und daher anschaulicher werden können, als jene Internetleute, die weder Dich noch Deine Gruppe kennen.

Mit diesem Feedback kannst Du weitergehen. Mit dieser Basis wird es deutlich einfacher und erfolgreicher sein, Dir für zukünftige Runden Tipps zu holen: Erstens, Du hast etwas, an dem Du arbeiten kannst und kannst gezielt nach Tipps für solche Situationen suchen. Zweitens hilft die Erfahrung, Tipps besser einzuschätzen: Nicht alles wird für Dich so gut funktionieren, wie für diejenige, die Dir diesen Tipp gibt Am Ende probiert man permanent aus, um seinen Stil zu finden.

Noch einmal: Du packst das schon! Beim Leiten überraschen die Spielerinnen die Spielleiterin immer wieder, weil sie Spaß hatten, während man selbst mit sich unzufrieden ist.

Fazit

Es gibt viele tolle Tipps für Spielleiterinnen und fast alle Spielerinnen sind nervös, wenn sie das erste Mal leiten sollen, aber das ist kein Hexenwerk: Ihr schafft das alle, so wie es alle vor Euch geschafft haben!

Meiner Ansicht nach sollte man sich fünf Gedanken vor Augen führen:

  • Rede mit Deinen Spielerinnen: Das kann den Druck von Deinen Schultern nehmen, Deine Spielerinnen werden Verständnis haben und Dir hilfsbereit zur Seite stehen.
  • Spiele nicht mit Idioten: Dazu ist Deine Freizeit zu schade.
  • Wähle Dein Wohlfühlsystem: Du musst Dich mit dem System wohlfühlen. Deshalb solltest Du eins wählen, dass Dich motiviert, Dich einzulesen, und auf das Wesentliche konzentrieren, anstatt verzweifelt nach anfängerfreundlichen Systemen zu suchen. Bitte lieber eine der Spielerinnen um Hilfe.
  • Halte das Abenteuer einfach: Auch bei der Vorbereitung eines Abenteuers gilt, das Wesentliche zählt. Du musst Dich mit Deinen Vorbereitungen wohlfühlen und herausfinden, wie das für Dich am besten funktioniert. Probiere Dich lieber aus, statt in gut gemeinten Tipps zu verlieren.
  • Suche erst nachträglich nach Tipps: Hilfe und Tipps suchst Du Dir am besten im Anschluss zu Deiner Runde, wenn wenn Du eine eigene Erfahrung gemacht hast und auf dieser aufbauen kannst. Du musst Deinen Stil finden und kaum ein Tipp wird Dir die einzige Wahrheit zeigen.

Habe Mut: Es wird immer besser laufen, als Du glaubst. Wir haben alle klein angefangen.


Sonstiges

Blogkarneval: Den Beitrag habe ich bereits seit zwei Monaten in Arbeit, aber er passt zufällig zum Karneval der Rollenspielblogs im März 2018, daher sei er hier mit einigen Grüßen an den Infernal Teddy verlinkt, der den Blogkarneval in diesem Monat ausrichtet.

[Hier werde ich den Abschlusspost mit den gesammelten Links zum Karneval verlinken, sobald er erschienen ist. Darin werden sich einige wertvolle Links sammeln, die neuen und erfahrenen Spielleitern gute Tipps bieten.]

Generisches Femininum: Der Beitrag bezieht sich auf männliche, weibliche und weitere Spielleiterinnen, für die ich die weibliche Form genutzt habe. Die männliche Form könnte ein Fehler sein, bezieht sich in der Regel aber konkret auf männliche Personen, die für die jeweilige Situation relevant waren.

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2 Gedanken zu „Empfehlungen für das erste Mal als Spielleiterin

  1. Das sind gute Tipps. Vor allem möchte ich „Suche nach einem Wohlfühlsystem statt Anfängerfreundlichkeit“ loben – meist wird „anfängerfreundlich“ mit „simpel“ gleichgesetzt, dabei bieten gerade komplexere Systeme mit detaillierteren Subsystemen oft hilfreiche Strukturen für Anfänger. Man darf es halt nur nicht übertreiben und meinen, sofort alles beherrschen und ins Abenteuer einbauen zu müssen.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Mich freut, dass Dich besonders der Tipp anspricht, weil ich da ganz bei Dir bin, Du sprichst ja selbst die wichtigsten Punkte an. Vor allen Dingen glaube ich auch, dass hübsche Bücher und ansprechende Settings oftmals besser motivieren, als die rudimentären Beschreibungen, die meist mit simplen Systemen einhergehen, sobald die ersten Verständnisprobleme auftreten.

      Beispielsweise frage ich mich immer, ob ich heute noch (einmal) die Lust hätte, mich ohne Vorkenntnisse durch „Vampire: die Maskerade“ (’99er Version, deutsch) zu arbeiten.* Damals (aka 2012/13) ging viel Hirnschmalz drauf, das irgendwie zu kapieren, was die Regeln bedeuten und das Setting, das Kopfkino der Inspirationen usw. hat mich stark motiviert und getrieben. Wenn ich die gleichen Probleme ohne die hübschen Bilder und das schöne Setting dahinter gehabt hätte, wäre das wohl eher gescheitert.

      *: Ich bin ein großer Fan der oWoD und leite selbst aktuell (mit viel Freude) eine Jäger-Kampagne. Allerdings sind für meinen Geschmack sowohl die Regeln als auch die Aufarbeitung eher erträglich als gelungen.

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