Blogstöckchen und Ingame-Stöckchen

Clawdeen hat mich für ein neues Blogstöckchen nominiert. Vielen Dank Dir, die Fragen beantworte ich gerne, obwohl mich ein paar echt gefordert haben. Mir fiel es ziemlich schwer, etwas zu Mumien oder coolen Reittieren/Begleitern zu schreiben. Auch das außergewöhnlichste Rollenspiel zu identifizieren, war gar nicht so einfach. Und weil mir langsam die Fragen und Nominierungen ausgehen, werfe ich schließlich ein Ingame-Stöckchen. Viel Spaß mit den Antworten über Kommentare freue ich mich natürlich.
Stöckchen mit Tierchen

1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?

Mein Onkel hat mal gesagt, dass ein echter Mann ein Hobby braucht(, in das er sein (Taschen-)Geld versenken kann). Rollenspiel ist für mich ein Ventil, um meine kreative Ader auszuleben und mit (neuen) Freunden etwas zu machen.

Ich liebe es, was aus meinen Ideen wird, wenn sie auf Spieler losgelassen werden. Besonders in Kampagnen verwerfe ich regelmäßig meine Vorstellungen und Ideen, um die Ideen der Spieler aufzugreifen, an sie anzuknüpfen und ihren Entscheidungen gerecht zu werden.

Während meiner Schul- und vor meiner Rollenspielzeit habe ich Kurzgeschichten, Gedichte und Dramen geschrieben. Im Grunde ist Rollenspiel eine Fortsetzung mit sozialer Komponente. Vermutlich ist das einer meiner Faktoren, lieber zu leiten.

2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?

Mein ältester Rollenspielcharakter, der nicht mehr aktiv ist, war Martin Karol. Karol war ein kleinwüchsiger Automechaniker aus den Niederlanden. Nachdem ein Komet auf die Erde gestürzt ist, wurde gemäß dem Mayakalender das Ende der Welt eingeläutet.

Martin entdeckte anschließend seine Gabe, Geräte und Maschinen reparieren und aktivieren zu können, selbst wenn kein Strom vorhanden ist. Ziemlich praktisch, wenn man in einer Alien-Zombie-Apokalypse feststeckt. Gespielt habe ich ihn allerdings nur zwei oder drei Sitzungen lang, weil dann die Zeit des Spielleiters fehlte.

Der älteste Charakter, der noch bespielt wird, ist der stolze (Halb-)Ork und Krieger Tsa’Aska. Diesen spiele ich seit einem bis zwei Jahren für den Pathfinder-Abenteuerpfads Die Winterkönigin. Er hat bereits etwas mehr als drei der sechs Kampagnenhefte überlebt und übernimmt mit AC 34 auf Stufe 10 die Tank-Rolle.

3. Nenne und beschreibe drei coole Reittiere/Begleiter für’s Rollenspiel (mit Quelle, falls vorhanden)!

Die erste harte Frage, bei der ich mich schön n00big fühle. Mein erster Pathfinder-Charakter hatte einen Wolf als Begleiter, weil die Mitspieler (alle erfahrene Pathfinder-Spieler mit Hang zum Powergaming) meinten, alle anderen wäre zu schwach. Als Reittiere gab es bisher hauptsächlich Pferde. Meine Top-Liste enthält daher:

Platz 3: Kroark

Kroarks sind die typischen Reittiere in Barbarians of Lemuria und eine Art Dino, der auf den Hinterbeinen läuft. Platz drei machen sie, weil die Konkurrenz fehlt – sie haben darüber hinaus keine Qualitäten, die ich schätze.

Vielleicht könnte es noch Mech-Druide aus einem Star Wars: Am Rande des Imperiums Oneshots mit ihnen aufnehmen. Ich war Spielleiter und der Mech war eigentlich irrelevant. Sein Coolness-Faktor erwächst eher aus dem Rollenspiel um ihn herum. Die Spieler haben ihn „versehentlich“ entführt und er bestand darauf, zurückgebracht zu werden. Während des restlichen Abenteuers haben die Charaktere ihn ständig vertröstet und erklärt, warum sie ihn erst später zurückbringen können.

Platz 2: Reitkatzen:

In meiner Fantasy-Runde gibt es Zeitreisen und die Welt in Gegenwart und Vergangenheit unterscheidet sich stark. Die Gegenwart ist eher Low Fantasy, während die Welt der Vergangenheit sehr High Fantasy ist. Um das zu unterstreichen, gibt es in der Vergangenheit überdimensionierte Reittiere. Die erste Version waren Hausgroße Reitkatzen.

Diese waren so groß, dass ein Sattel der Gondel eines Elefanten ähnlicher war, als einem Pferdesattel. Die Spieler waren total begeistert und wollten sie unbedingt in die Gegenwart mitnehmen. Damit begründe ich einfach mal, dass sie Platz zwei cool waren. (#CatContent)

Platz 1: Die Eselin Ms. Mittens:

Okey, ein Esel? Ja, Platz eins geht tatsächlich an einen Esel.

Ms. Mittens wurde von der Gruppe gemeinsam gekauft, um den Ausrüstungswagen zu ziehen. Eine Mitspielerin hat ihr ihren Namen gegeben und ihr Charakter hat sie ingame versorgt. Ansonsten war der Esel irrelevant. Die Gruppe wollte ihn irgendwann verkaufen, weil der Wagen verloren ging und die Eselin nur Geld kostete. Auch der Spielleiter hatte es irgendwie auf sie abgesehen.

Irgendwie hat mich das dazu aufgestachelt, zu diskutieren. Sie einfach abzuschieben, wäre mir etwas pietätlos vorgekommen. Letztlich durfte ich die Gruppe ausbezahlen und mein Schurke Klenn dürfte sie zu seinem persönlichen Reittier machen. Klenn war im Vergleich zu einem Menschen ca. 20, aber charakterlich nie aus der Pubertät herausgekommen.

Seine legendären Vorstellungen begannen stets mit den einleitenden Worten, er sein in seiner Heimat ein [hier heroisches Adjektiv einsetzen, bspw. mächtiger] Dolchkrieger und einer anschließenden Heldentat, die entweder frei erfunden oder deutlich aufgebauscht war.

Nachdem ich Ms. Mittens ausgelöst hatte, wurde sie zu seinem (edlen) Reittier. Man stelle sich den Kleinen vor, wie er stolz auf der Eselin reitet, seinen Umhang hinter sich flatternd und von einem riesigen Schlapphut vor der Sonne geschützt. Ich finde Ms. Mittens als Reittier für Klenn bis heute unheimlich passen, sodass ich sie guten Gewissens auf Platz eins setze.

4. Was war das außergewöhnlichste PnP-System, das du je ausprobiert hast und inwiefern?

Das ist auch so eine harte Frage. Los Muertos finde ich bemerkenswert. Die Regeln sind nicht so bemerkenswert, aber das Setting unheimlich liebevoll ausgestaltet. Wobei ich das Spiel nicht wirklich als Setting sehe, sondern eher als thematische Kampagne. Für mich funktioniert es weniger als Setting sondern eher als (mitgelieferte) Kampagne, die natürlich durch eigene Abenteuer ergänzt werden kann.

Unknown Armies und Don’t Rest You Head sind ebenfalls zu nennen, die durch ihr abgefahrenes Setting überzeugen. Besonders UA ist für mich Symbol für ausgefallene, intensive Abenteuer, während DRYH abgefahrene Spezialfähigkeiten ermöglicht. Außerdem erlaubt der Würfelmechanismus bei DRYH eine tolle, zweidimensionale Konfliktauflösung, die über Erfolg-Misserfolg hinausgeht.

Und vielleicht wären auch noch Dread für seinen genialen Oneshot-Horror-Mechanismus zu nennen. Dabei werden bei Proben Steine aus einem Jengaturm gezogen und der agierende Charakter stirbt, wenn der Turm fällt. Dadurch steigt das Adrenalin bei den Spielern und die Runde wird automatisch packend.

Auch Yesterday’s Tomorrow finde ich unheimlich genial, weil das Spiel Pulp-Geschichten wie in Indiana Jones gut widergeben. Die Idee ist, dass Aktionen der Charaktere automatisch scheitern. Eine gescheiterte Aktion erhöht den Bedrohungswert des Charakters, der bei null beginnt.

Die Bedrohung kann dafür später eingetauscht werden, um Proben zu würfeln und zu glänzen. Das ist ein einfacher Mechanismus, der simuliert, dass der Held erst einstecken muss, ehe er glänzen kann. Das erinnert mich etwas an FATE, ist in meinen Augen aber deutlich stärker und funktioniert meiner Erfahrung nach besser.

5. Bist du Systemhopper oder spielst du lieber einzelne Settings und Systeme länger und intensiver?

Wohl eindeutig Systemhopper.

Ich spiele zwar gerne eine längere Kampagne, was ein festes Setting und feste Regeln erfordert. Natürlich können ingame starke Veränderungen der Spielwelt auftreten, aber meistens führt das nicht dazu, dass man ein gänzlich anderes Setting bespielt. Und ständig Charaktere auf neue Regeln konvertieren, würde vermutlich sämtliche Spieler vertreiben. Dafür bevorzuge ich in verschiedenen Runden unterschiedliche Systeme.

Mein größtes Problem ist, dass ich noch kein System gefunden habe, das mich langfristig fesselt. Savage Worlds spiele ich seit ungefähr zwei Jahren und habe es langsam satt, obwohl ich darin viele Vorteile sehe. In meine SaWo-Cyberpunk-Runde verfolge ich aktuell die Strategie, das Würfeln langsam immer mehr zurückzufahren, bis es unmerklich in regelloses Erzählen übergeht. (Etwas wofür ich meine Spieler nicht auf direktem Wege bekommen würde.)

Darüber hinaus probiere ich in Oneshots sehr gerne neue Systeme und Regelmechanismen aus. Dabei wiederholen sich die verwendeten Systeme eher selten, weil es zu viel tolle und inspirierende Werke dort draußen gibt. Im Moment sind meine Ausnahmen Beyond the Wall, bei dem ich vorhabe, nach und nach alle offiziellen Abenteuer zu leiten. Außerdem ist da Unknown Armies, ein Spiel, das ich unter der richtigen Spielleitung auch immer wieder gerne spiele.

6. Schneeflocke, einen 0815-Charakter individuell beleben oder noch was anderes?

Wer meinem Blog regelmäßig aufmerksam liest, weiß, dass ich zu meinen Standardarchetypen, einem Schurken oder einem Haudrauf, tendiere (siehe Frage zwei des verlinkten Beitrags). Die Schablone passe ich an das jeweilige Setting an und verleihe ihnen einen passenden Hintergrund. Ich denke allerdings, dass meine Archetypen etwas mehr als 0815 sind, aber auch keine echten Schneeflocken (Mit Schneeflocken sind Charaktere gemeint, die einzigartig sind und sehr stark individualisierte Hintergründe und Werte besitzen.)

Die Charaktere definieren sich allerdings erst im Laufe des Spiels aus. Meistens stelle ich mir einen Charakter vor und merke, während ich ihn spiele, dass er sich anders entwickelt, als gedacht. Meistens hängt das mit der unvorhersehbaren Gruppendynamik zusammen. Daher fange ich Charaktere auch nur mit einem kurzen Hintergrund an, der maximal auf eine DIN A5 Seite passt und dort möglichst viele Abenteueraufhänger präsentiert zu lassen.

Macht Euch selbst Eindrücke: Ein Beispiel für Don’t Rest You Head gibt es mit dem guten „Leo“nard S. Dastrov, den ich schon einmal im Blog beschrieben habe. Ein anderes Beispiel für einen Schurken, den ich gerne in einer Barbarians of Lemuria Kampagne gespielt hätte, gibt es hier.

7. Wie liest du ein Grundregelwerk? Von vorne bis hinten, abschnittsweise, teilweise …?

Kommt auf das Grundregelwerk an. Ein dünnes Regelwerk lese ich von vorne bis hinten. Ansonsten gilt mein erster Blick dem Charakterbogen und ich blättere es zügig durch, um einen Eindruck von Layout, Formatierung und Illustrationen zu bekommen.

Bei dickeren Regelwerken lese ich nach dem Charakterbogen am Anfang etwas rein, bis es mir zu doof wird. (Was sehr schnell passiert und in der Regel nicht (primär) an der Buchqualität liegt.) Nach diesem sprachlichen Eindruck lese ich den Grundmechanismus. Wie wird eine Probe im Basisfall abgehandelt? Das umfasst in der Regel normale und vergleichende Proben.

Wenn die Grundregeln nur wenig Platz einnehmen, wie die drei Seiten in Kuro, dann lese ich auch das ganze Kapitel. Anschließend schaue ich gerne im Kapitel über den Kampf, wie im Basisfall Nah- und Fernangriffe funktionieren: Wann trifft der Angriff und wie viel Schaden macht er?

Anschließend kommt die Charaktererschaffung, gelegentlich baue ich parallel dazu meinen ersten Charakter, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Oft schlage ich bei diesem Vorgang bestimmte Aspekte gezielt nach, wie Ausrüstung oder besondere Aspekte, wie die Regeln für geistige Stabilität bei Call of Cthulhu. Den Rest lese ich dann von vorne bis hinten, wobei ich bereits gelesene Kapitel und eingeschobene Kurzgeschichten u.ä. überspringe.

8. Gibt es eine Art „Rollenspieltraum“ (abseits von Einkäufen), den du noch nicht umgesetzt hast, es aber irgendwann unbedingt möchtest?

Ich würde gerne Morrowind und Dishonored als Rollenspiel spielen. Das ist allerdings bisher eher eine fixe Idee als Traum. Irgendwann würde ich gerne das perfekte Rollenspiel (für mich) schreiben, aber auch das hat gerade keine Priorität.

Ein Traum wäre wohl, einen finanziell und personell gut aufgestellten, deutschsprachiger Marketing- und PR-Verband für Rollenspiele aufzubauen. Dieser sollte das Hobby als solches unter verschiedenen Zielgruppen zu bewerben und eine Anlaufstelle zu bieten, mit möglichst niedrigen Hürden ins Hobby einzusteigen. Der Vorteil wäre, jedem das System nahelegen zu können, dass für ihn besonders ansprechend ist, ohne dem Programm eines Verlags verpflichtet zu sein.

Mehr fällt mir nicht ein, daher bleiben wir realistisch bei: Mehr neue, tolle Leute kennenlernen und ganz, ganz lange Spaß am Hobby haben.

9. Erzähl mal was zu Mumien im Rollenspiel!

Schwierige Frage Nummer drei: ich denke kurz an Mumien: Die Wiedergeburt aus der World of Darkness. Weil ich nie in den Mumien-Regelwerken gelesen habe, kann ich dazu eigentlich nur Wikipedia verlinken. Ich entsinne mich nicht einmal daran, Mumien als Gegner erlebt zu haben. Am ehesten haben sie Gräber gefüllt, die die Gruppe geplünd … gelootet hat. (Looten ist natürlich ehrenhaft.)

Ansonsten muss ich an die Erstgeborene der Malkavianer denken, die ich als NSC meiner Vampire: die Maskerade Kampagne geschaffen habe. Sie hat wenig mit Mumien zu tun, kommt aber der Thematik am nächsten. Janet bekam den Kuss während ihrer Schwangerschaft, wodurch sie ihr Kind verlor.

Ihr Wahnsinn dreht sich darum, den Verlust zu bewältigen. Mittelpunkt des Verdrängungsprozesses sind ihre Porzellanpuppen, deren Gliedmaßen teilweise durch die Leichenteile von Säuglingen ersetzt wurden. Charaktere empfängt sie in einem Arbeitszimmer mit zahlreichen Schränken, die voll solcher Puppen sind.

Mir ging es dabei explizit nicht um mumifizierte Körperteile, sondern um eine Masse an teilweise verwesenden Puppen. Die Wirkung blieb auch nicht aus, wenn sie schweigsam, in sich gekehrt eine ihrer Puppen im Arm gewiegt hat. Man könnte die Leichenteile zu mumifizierten Körperteilen machen. Janet würde dann vermutlich das Ziel verfolgen, ihr perfektes Baby (bzw. ihre perfekte Babymumie) zu erschaffen, das (bzw. die) sie für den Rest ihres Unlebens umsorgen kann.

Wer keine Lust auf Brainstorming hat, kann gleich zur nächsten Frage springen.

Um etwas produktiver zu sein: Mumien eignen sich hervorragend als McGuffins. Der Mumienrausch mit den Ausgrabungen in Ägypten hatte verschiedene Begleiterscheinungen, die sich dafür eignen, gestohlenen oder gefälschten Mumienteilen nachzujagen. Zum einen galt ein Mumienteil auf dem Kaminsims eine Zeit lang als chic. Zum anderen gab es den skurrilen Trend reicher Sammler, Mumienorgane essen zu wollen. Wie viele angeblich authentische Mumienorgane dabei verschifft wurden, weiß ich nicht, aber Fälschungen sind vermutlich naheliegender als halbwegs essbare Überbleibsel in den Pyramiden.

Der Fluch des Pharaos bietet auch klassischen Nährboten für einen übernatürlichen Hintergrund. Oder man nehme Grüfte, wie die Kapuzinergruft in Palermo, die ordentlich Ressourcen für irre Nekromanten bereithält. Alternativ könnte es eines der ersten Anzeichen des Jüngsten Gerichts sein, käme in die Gruft neues „Leben“.

Zu den interessantesten Mumiengeschichten gehört für mich Sokushinbutsu, die japanische Tradition der Selbstmumifizierung. Sie geht auf den Priester Kuukai zurück, der vielleicht über besonderes wissen verfügt. Vielleicht hat Ganhugiyn Purevbat Recht und zahlreiche dieser lebenden Mumien warten nur darauf, dass die Zeichen günstig stehen oder Kuukai eines gibt.

Profaner wäre illegaler Sokushinbutsu-Kult, der Menschen zu diesem schmerzvollen Ritual zwingt. Darunter fällt vielleicht ein Priester, der sich für sein Kind etwas „Höheres“ wünscht. Auch ein Sektenführer ginge, dessen Kult Selbstjustiz an Verbrecher übt, die bei lebendigem Leibe mumifiziert werden.

Ich stelle mir auch ein Szenario interessant vor, in dem die Charaktere in einem Grab als Mumien erwachen. Vielleicht ist der Pharao in Gefahr und sie müssen ihn beschützen? (Alternativ können auch die Nachfahren beschützt werden, wenn man sich von ägyptischen Klischees distanzieren möchte.) In Südamerika gibt und gab es genug Kulte, die die Mumien ihrer Verwandtschaft gelegentlich aus den Gräbern holen.

Mehr Inspiration bietet die Liste der zehn Mumien, die man kennen sollte. Der Mönch im Lotussitz könnte die Vorlage für einen Serienmörder sein, der seine Opfer mit Gold überzieht und als Kunstschätze verkauft. Die tätowierte Mumie aus dem alten Ägypten könnte eine Schatzkarte verbergen.

Der Atacama-Humanoid könnte in einem Alienszenario wie Contact auftauchen, weil die Nachfahren der Mumie kommen, um den Leichnam ihres Vorfahrens, Volkshelden oder ehemaligen Herrschers zu bergen. Und Rosalia Lombardo wartet nur darauf, aus ihrem Glassarg für einen Abenteueraufhänger geborgen zu werden.

10. Der Herbst steht vor der Tür, wie vertreibst du deine Zeit, wenn es draußen stürmt und regnet?

Ich habe genug Pflichten und Hobbys, die unabhängig vom Wetter sind. Daher gibt es für mich keine speziellen Herbst-Tätigkeiten.

11. Im Supermarkt stapelt sich schon das Weihnachtsgebäck. Was muss dieses Jahr unbedingt unter dem Baum liegen?

Im Grunde boykottiere ich klassische Feiertage, aber die Diskussion über den fehlenden Weihnachtsbaum führt zu weit. Daher weiche ich der Frage mit einer süßen Anekdote aus:

Während meiner Schulzeit war Marzipan eindeutig das Beste, was die Weihnachtszeit zu bieten hatte. Ich habe nach der Schule oft während der Weihnachtszeit auf dem Nachhauseweg ein Marzipanbrot geholt. 175g Marzipan mit Schokolade überzogen waren ein Traum, der selten bis nach Hause überlebt hat.

Meine Leidenschaft wurde stark gebremst, weil meine Mutter meinen Adventskalender, meine Nikolausstiefel und meine Weihnachtsgeschenke mit Marzipan geflutet hat – zusätzlich zu meinen Marzipanexzessen. Zwei bis drei Jahrelang hat bereits der Geruch von Marzipan ausgereicht, um starke Übelkeit hervorzurufen. Mittlerweile geht das wieder und eine Marzipankartoffel oder einem Dominostein kann ich heute kaum widerstehen. Ansonsten

Das neue Stöckchen

Die Regeln erfordert, dass ich die Fragen an drei neue Blogger weitergebe, bzw. neue Fragen erfinde. Aufgrund der vielen Blogstöckchen in letzter Zeit gehen mir langsam die Fragen aus. Ich ändere daher das Spiel und nominiere keine Blogger, die meine Fragen beantworten sollen.

Stattdessen nominiere ich einen Lieblingscharakter der genannten Bloggerinnen, die aufgefordert sind, die Fragen (stellvertretend) aus Sicht ihres Charakters zu beantworten.

Dafür nominiere ich Lena von Xeledons Spiegel, die sich quasi freiwillig gemeldet hat,

Dann nominiere ich Julie vom Nithiel-Blog, die bereits ein Blogstöckchen angenommen hat. Damit ist sie eine der interessanten Twittergestalten, die damit von mir noch nicht nominiert wurden und einen geeigneten Blog haben.

Und weil alle guten Dinge drei sind, schließe ich die Nominierung mit einem Frauentrio, das von Antonia von Ten Sided Coin vervollständigt wird.

Die Blogstöchen-Fragen:

1. Servus, sprich: aus welcher Welt stammst Du und was zeichnet sie aus?
2. Und wer und was bist Du?
3. Welches Element Deiner Heimatwelt hat Dich am meisten geprägt?
4. Körper, Magie oder Technologie?
5. Bist Du eher Söldner oder kämpfst Du nur für Deine Ideale?
6. Wer ist Dein ärgster Widersacher?
7. Und wer Dein bester Verbündeter?
8. Was ist Dein peinlichstes Erlebnis?
9. Und was Dein größter Erfolg?
10. Nur zur Sicherheit: Lebst Du noch und bist dem Tod schon einmal spektakulär von der Schippe gesprungen? Falls nicht: Wie bist Du gestorben?
11. Blicke auf Dein Leben zurück und stell Dir vor, es gäbe jemanden, jenseits Deiner Welt, der alle Deine Handlungen bestimmt: Würdest Du sagen, diese Person mache einen guten Job? Was wäre Deine größte Kritik?

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5 Gedanken zu “Blogstöckchen und Ingame-Stöckchen

  1. ;D Mit dem Esel in den Sonnenuntergang!

    Aber so etwas kommt mir bekannt vor: In unserer Hauptrunde nehmen wir eigentlich alles heimatlose mit Federn, Fell und Schuppen mit.
    So kam es schon, dass wir schon neben unseren Pferden auch das Huhn Inge, diverse Hunde und unserer zwei Meckerdrachen versorgt haben.

    Und übrigens bin ich sehr auf die Antworten von deinem verteilten Blogstöckchen gespannt ^^

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    • In meinem letzten Beyond the Wall Oneshot hat die Waldläuferin auch ein geflohenes Hühnchen in ihre Umhängetasche gesteckt und mitgenommen. Das steckt jetzt immer den Kopf aus dem Beutel und versucht herauszufinden, was mit ihm gerade passiert ist.

      (Nachdem die beiden jahrelang im Feenreich festgesteckt haben, habe ich ihr zum Abschluss zugestanden, dass sie in der magischen Welt gelernt hat mit ihr zu sprechen. Freue mich schon auf die Waldläuferin und ihr Hühnchen in nachfolgenden Oneshots. :) )

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  2. Pingback: Blogstöckchen! (In Game) | tensidedcoin

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