#RPGaDAY2015 #17-#24: Irgendetwas mit Freakrolls

Die 31 Fragen von Chapman für den #RPGaDAY2015-Aufruf
Unter dem Hashtag #RPGaDay2015 hat David F. Chapman dazu aufgerufen, jeden Tag im August eine Frage zu den eigenen Rollenspielvorlieben und -Gewohnheiten zu beantworten. Die Fragen sind auf dem Bild oben zusammengefasst. Rollenspieler sollen dadurch ins Gespräch kommen und sich austauschen.

Ich habe jeden Tag eine, einmal auch mehrere Antworten getwittert, um sie später gesammelt auf den Blog zu stellen. Mit etwas Verspätung folgt nun die vorletzte Sammlung mit Antworten für die Fragen 17 bis 24. Natürlich gibt es auch einen ersten Teil und der zweite fehlt auch nicht.

Lieblingsfantasyrollenspiel

Auch wenn ich regelmäßig Pathfinder spiele, mag ich das Spiel nicht besonders. Viel zu viele Regeln, viel zu viel Rechnen und viel zu viel Fokus auf den Kampf.

Einer Fantasy-Kampagne bin ich bereits entflohen. Die Mitspieler waren super und meinen Charakter vermisse ich etwas. Das Eigenbausystem des Spielleiters hingegen halte ich noch immer für unspielbar. Das ständige Betteln nervte auch, man solle doch Feedback zum System geben, nur um es dann zu pervertieren oder zu ignorieren.

Warhammer Fantasy (2ed.) war auch nicht schlecht. Allerdings fand ich auch hier ermüdend, wenn Kämpfe ewig hin und her gingen. Angriff und kein Treffer und wenn man mal traf, wird oft pariert oder ausgewichen. Gespielt habe ich hauptsächlich, weil ich die Chaoseffekte beim Zaubern spannend fand. Normalerweise meide ich Magier, wegen der ganzen Zusatzregeln für Magie und die Zauber.

Letztlich gewinnt Barbarians of Lemuria, weil es einfach ist, Charaktere kompetent sind und das düstere Sword&Sorcery-Feeling mir gefällt. Leider konnte ich es noch nicht oft leiten und nur einmal spielen. Allerdings würde ich Sword&Sorcery und „normales“ Fantasy lieber trennen.

Lieblings-SF-Rollenspiel

Riesige Weltraumschlachten, Raumgleiter, High-Tech… Eigentlich sollte ich Sci-Fi lieben. In der Realität kann ich dem einfach nichts abgewinnen. Weder Filme, Serien, Bücher oder Rollenspiele konnte ich bisher etwas vom Sci-Fi-Thema abgewinnen.

Auf dem letzten Münchner Rollenspieltreffen konnte ich Lasers&Feelings ausprobieren. Die Runde war super und ich hatte viel Spaß. Allerdings habe ich nicht wirklich ausmachen können, was das besondere Sci-Fi-Element in der Runde gewesen sein soll. Im Grunde war es einfach nur eine tolle Aktion-Runde auf fremden Planeten.

Lieblingssuperheldenrollenspiel

Es ist regelleicht, es ist humorvoll und kurzweilig. Man kann natürlich diskutieren, ob das Maid RPG tatsächlich ein Superheldenrollenspiel ist, aber ein anderes kenne ich einfach nicht. Im Grunde interessiert mich das Genre auch nicht besonders.

Lieblingshorrorrollenspiel

Die dritte Edition von Vampire: die Maskerade war mein erstes Rollenspiel, das ich mir gekauft habe – als PDF. Das Grundregelwerk zu lesen, war für eine Inspirationsflut nach der ich am liebsten sofort losgeleitet hätte. Meine Erfahrungen als Spielleiter bei V:dM waren sehr gut und ich würde es jederzeit wieder tun – Zeit vorausgesetzt.

Für mich stehen bei V:dM Intrigen, Mysterien und Selbstreflexion im Mittelpunkt. Das kommt in meinen Augen in einer Kampagne besser zu tragen. Für Oneshots würde ich dafür Don’t Rest You Head empfehlen.

Der Würfelmechanismus ist großartig, weil er Erfolg und Misserfolg anzeigt, gleichzeitig noch eine zusätzliche Dimension einbringt. Auch das Ressourcenmanagement finde ich hervorragend, bei dem immer die Frage im Raum steht, wie viel man für einen Erfolg riskieren möchte.

Lieblingssetting

Wie bereits beim letzten Tweet geschrieben, finde ich V:dM unheimlich inspirierend. Ich mag im Allgemeinen Settings, bei denen die Spieler wenig Erklärung brauchen, um einzusteigen. Die Besonderheiten dürfen sie dann im Spielverlauf selbst entdecken.

Auch die neunte Welt in Numenera mag ich gerne. Ich mag die Mischung und das Gefühl von klassischer Fantasy und den seltsamen Eigenheiten der neunten Welt. Numenera wäre für mich auch ein Kandidat für mein liebstes Fantasyrollenspiel.

Los Muertos darf aber mit seiner liebevoll gestalteten, urkomischen Unterwelt nicht fehlen. Leider ist meine Kampagne darüber zerbrochen, dass ein Mitspieler die Gruppe ingame boykottiert hat. Bis dahin hatten wir viele unterhaltsame Sitzungen mit Komik und schrägen Ideen.

Perfekte Spielumgebung

Die Umgebung ist mir nicht so wichtig. Mit den richtigen Spielern habe ich mittlerweile auch schon spontan in einer Kneipe gespielt. Allerdings mag ich ein paar Dinge besonders:

Den Flair des kreativen Chaos auf dem Spieltisch, wenn Würfel, Knabberzeug, Becher, Flaschen und Gläser überall herumstehen und dazwischen eine Battlemap, Charakterbögen und Ähnliches liegen. Außerdem mag ich die Spielleiterseite des Spielleiterschirms lieber als die Spielerseite.

Das perfekte Spiel für dich

Das perfekte Rollenspiel ist für mich ein Paradox. Es soll auf der einen Seite schnell und einfach sein, die Handlung und das Erzählen unterstützten. Andererseits mag ich auch ein wenig Charaktersteigerungen und einfache bis mittelmäßig komplexe (Kampf-)manöver. Im Grunde müsste esdie Komplexität von Pathfinder bieten, aber auf eine Seite passen. (Okey, wegen mir auch eine DIN A3 Seite, aber dann ist gut.

Lieblingshausregel

Ich mag es, wenn Spieler die Aktionen ihrer Charaktere beschreiben. Ich mag, wenn sie kreativ sind, statt immer auf die gleichen Kampfmanöver zurückzugreifen. Besonders im Kampf hasse ich es, wenn sich die Beschreibungen auf ein „Ich greife den Feind an“ beschränken.

Bei mir gibt es dafür einen Bonus. Immer. In jedem System! Je nach System wird einfach etwas angemessenes gewählt, das ich lieber zu hoch als zu niedrig ansetze. Entweder durch feste Boni oder zusätzliche Würfel. Wenn Spieler sich Mühe geben, eine Superaktion zu beschreiben, dann sollen ihre Charaktere auch super dastehen und sich nicht bis auf die Knochen blamieren.

Am stärksten ausgeprägt ist das in meiner Rippers-Runde. Dort gibt es den Heldenwürfel, 1w4, zusätzlich auf jeden Wurf, wenn die Aktion gut beschrieben wurde. Grundsätzlich funktioniert er, wie der Dämonenwürfel, den ich hier beschrieben habe. (Im Fall von Angriffswürfen gibt es 1w4 auch zusätzlich auf den Schaden.)

Das heißt, der zusätzliche w4* kann explodieren und der Wert des w4 wird zu dem höchsten Wurf hinzugezählt. Ein Patzer und ein Erfolg schließen sich dabei nicht aus und können gleichzeitig eintreten. Das heißt, dass eine Aktion gelingt, hat aber einen Preis oder einen unerwünschten Nebeneffekt.

Ich kann nur jedem, dem jetzt der Atem stockt, zurufen: „Don’t fear the freakroll!“ Freakrolls sind die Freunde des Spielleiters. Kaum etwas bleibt besser in Erinnerung als absurd hohe Ergebnisse durch explodierende Würfel. Die Spieler erinnern sich noch ewig daran. Es schadet sicher nicht, wenn sie das mit Dir als Spielleiter verbinden.

*: Tatsächlich bin ich am Überlegen, den Bonus auf 1w6 zu erhöhen, weil mir 1w4 zu niedrig ist.

Wer sich noch so beteiligt:

Viele. Ich habe aufgegeben, alle Blogs zusammensuchen zu wollen. Es sind viele. Hier eine sehr kleine Auswahl:
De Malspöler hat sich kurz und knackig gehalten. Vielen seiner Beiträgen konnte ich auch zustimmen, obwohl es nicht meine Antworten waren.
Auch bei Edieh finden sich viele knackige Antworten, die spannend waren. Hier konnte ich nicht ganz so oft zustimmen, aber immer gerne mitlesen.
Ehrlich gesagt, Würfelfantasie ist mit seinen Beitragen ziemlich an mir vorbeigegangen. Deshalb habe ich ihn auch erst am Ende des Augusts wirklich wahrgenommen und verfolgt. Trotzdem erwähnenswert.

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6 Gedanken zu “#RPGaDAY2015 #17-#24: Irgendetwas mit Freakrolls

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