Der DIN A6-Charakter: Feedback erwünscht

Ich würde mich über Feedback in den Kommentaren oder bei Doder.org freuen. Kritikgegenstand ist ein Charaktersteckbrief, den ich auf einer DIN A6 Postkarte unterbringen möchte. Den Hintergrund zu den Postkarten zu lesen, hilft bei einem abgestimmten Feedback. Ich freue mich aber über jede Anmerkung, kann aber vermutlich nicht alles 1:1 berücksichtigen. Trotzdem vielen Dank im Voraus. (Feedback nach Sonntag Abend, dem 9.8.15, kann vielleicht nicht mehr verwendet werden.)

Die Vorderseite der Postkarte ist farbig gestaltet und umfasst die simplen Regeln von Perfected!. Der gelbe Urheberhinweis verschwindet auf der fertigen Postkarte von der Vorderseite und wandert auf die Rückseite, wie auf dem unteren Bild zu sehen. Online veröffentliche ich das Bilder nicht einzeln ohne einen Hinweis:
Perfected Postkarte Vorderseite WIP-Datei

Die Rückseite wird schwarz weiß, wie man es von einfachen Postkarten gewohnt ist. Im Moment warte ich auf die Freigabe der Organisatoren des Münchner Rollenspieltreffens und von Doder. Besonders würde ich mich über begründete Vorschläge für einen besseren Titel und für den Werbespruch freuen.
15080816 Postkarte Perfected! v0.5 Rückseite als .jpg

Hintergrund

Für das Münchner Rollenspieltreffen (RST), das jeden vierten Samstag im Monat stattfindet, wurde im August der Nano- und Indie-Day ausgerufen. Beim Nano-Day sollen Rollenspiele angeboten werden, die minimalistisch sind, um Neues auszuprobieren. Dort werde ich Perfected! anbieten, das ich bei der Analogkonsole gefunden habe. Die Regeln wollte ich zu diesem Anlass möglichst ansprechend aufbereiten.

Wie ich bei der Analogkonsole bereits kommentiert habe, gefiel mir die Idee einer Postkarte bereits seit längerem. Bei dem Druck über eine Onlinedruckerei bin ich mit einer Mindestauflage von 100 Postkarten überversorgt. Deshalb soll die Karte noch zwei Ziele zusätzlich erfüllen:

Der Charakterbogen soll die Karte auch nach dem Nano-Day nutzbar machen. Beispielsweise sollen die Punkte zum Ausfüllen Spielern dabei inspirieren, mehrdimensionale Charaktere zu entwerfen. Außerdem sollen die spannendsten Informationen zu einem Charakter möglichst knapp zusammengefasst werden. Beispielsweise für den Spielleiter, der dann während des Spiels kurz nachschauen kann, ohne mehrere Seiten Hintergrund zu überfliegen.

Beispiel einer früheren Version.

Eine frühere Version des Charakterbogens und die erste gedruckte und ausgefüllte Version.

Außerdem wollte ich für das Pen&Paper-Rollenspiel lokal etwas Werbung machen. Nachdem der Rollenspielladen Games In in München geschlossen wurde, hat das FUNtainment sein Tabeltop-, TCG- und Spieleladenangebot um Rollenspiele erweitert. In Kooperation mit dem RST wollte man immer einen Flyer mit Werbung für das RST auslegen. Meines Wissens ist das nie geschehen, womit viel Potential in einer phantastikaffinen Zielgruppe verschenkt wird.

Wenn ich die Freigabe der Betreiber von Doder.org und dem RST bekomme, werde ich die Auflage der Karte erhöhen und einen großen Teil dem FUNtainment für die Auslage zur Verfügung stellen. Ich denke, der Vorteil ist, dass die Karte alles bietet, um spielen zu können, wenn man ungefähr weiß, was PnP-Rollenspiele sind. w6 und Stifte hat jeder zuhause. Und eine erste Erklärung sollten die Verkäufer im FUNtainment liefern können.

Das Ganze ist keine Einmalsache. Ich möchte die Postkarte weiterentwickeln und mittelfristig auch in eigenen Runden und Oneshots verwenden, um möglichst spannende Charaktere zu erhalten. Sowohl Werbespruch als auch das Motiv der Vorderseite werden daher auch in Zukunft noch variieren und optimiert.

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5 Gedanken zu “Der DIN A6-Charakter: Feedback erwünscht

  1. Ich finde die Idee klasse!

    Ich bin allerdings darüber gestolpert, dass die Karten nicht wirklich universell erscheinen:

    – Nicht alle Charaktere haben ein Geschlecht

    – Volk wirkt für Sachen wie “ich bin ein Synachu” etwas unpassend — für Genestealer oder Golems noch mehr.

    – Tugend, Laster, Traum, Angst, Erfolg und Niederlage sind sehr spezifisch nehmen aber viel Raum ein — sie sind für bestimmte Spielstile wichtig, für andere aber irrelevant. Musst du wissen, was dein Traum ist, wenn du ein Agent der Behörde für Alienüberwachung bist? In unseren Runden gibt es meist eher 1-2 Charaktere für die ihr Traum wichtig ist, die anderen haben andere Hauptantriebe.

    Zusätzlich wäre ein Zitat toll (das hat sich bei mir als wichtigstes Werkzeug zum Charakterisieren herausgestellt).

    Und es fehlt mir ein “das kann ich gut”.

    Ein Schritt zum Verallgemeinern wäre, Volk und Geschlecht in Art (o.ä.) zusammenzufassen. Die Art könnte dann auch sowas wie Klassen erfassen (für klassenbasierte Systeme).

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    • Vielen Dank für Dein Feedback.
      Meine Gedanken dazu:

      @Spielstil:
      Stimmt. Universal ist in der Hinsicht sicher eine Beschönigung. Der Bogen ist bei allem berücksichtigten Feedback natürlich von meinem Spielvorlieben geprägt. Es ist vorgesehen, Unpassendes freizulassen. (Wie beispielsweise das Geschlecht, siehe unten) Das ist in meinen Augen sinnvoller als zusammenfassen, wenn der Platz nicht gebraucht wird. (siehe „@Das kann ich gut“)
      Ich bin immer der Ansicht, dass es zuviel verschiedene Spielstile gibt, um alle mit einer Sache gleichermaßen zufrieden zu stellen. Powergamer, die nur auf Werte schielen, werden mit dem ganzen Bogen nichts anfangen können. Ich denke, die beste Weise damit umzugehen ist, das zu akzeptieren und bisschen großzügig mit „Universal“ zu sein. ; )

      @Das kann ich gut:
      Ich überlege noch, ob das vielleicht übersichtlicher durch die Charakterwerte ausgedrückt wird. Darüber denke ich auf jeden Fall noch einmal in Ruhe nach, weil es seinen Reiz hat. Dafür würde ich vermutlich „Ausrüstung“ streichen oder „Sonstiges“.

      @Volk:
      Ich weiß nicht, was ein Synachu oder ein Genestealer ist. Ich habe 2 Minuten im Internet gesucht. Falls ich also richtig informiert bin:
      „Art“ ziehe ich als Alternative zu Rasse bzw. Volk in Betracht.
      Ursprünglich sollte statt Volk Rasse dort stehen, was in meinen Augen für ein Synachu oder Genestealer passend wäre. (Ein Golem fällt ohnehin aus den meisten Schemata.) Das wurde nach dem Hinweis ersetzt, dass manche es übereifrig sein könnten, in das Wort Rassismus oder ähnliches zu interpretieren.
      Allerdings verbinde ich Art auch nicht mit Klasse. Mir erscheint aber Klasse auch zu nah an der Spielmechanik. Der Bogen ist hauptsächlich für Fluff gedacht. (Auch hier der Verweis an meine Spielvorlieben. Klasse ist meistens ein Minuspunkt.)

      @Geschlecht:
      In einem solchen Fall halte ich freilassen einfacher als es künstlich mit „Volk“ in einen Topf zu werfen. „Art“ würde ich beispielsweise Zwerg hineinschreiben und das Geschlecht vermissen.

      @Zitat:
      Was für ein Zitat meinst Du genau? Ein typisches Charakterzitat?

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      • @Spielstil:
        Statt “universell” könnte vielleicht sowas wie “Persona-Karte” oder “Darstellungs-Karte” passen. Oder Psychogramm ☺ Oder Flusenblatt (als wörtliche Übersetzung von Fluff ☺ http://www.dict.cc/?s=fluff)

        Also etwas, das zeigt, was die Charakterkarte von anderen Charakterkarten abhebt. Ich finde “universell” da auch weniger eine Beschönigung, sondern eher verwirrend. (Die minimale Charakterkarte aus dem Zettel-RPG¹ hat z.B. auf der Vorderseite Name, Beruf, Spezialisierungen, Fertigkeiten und Probleme und auf der Rückseite „Warum hier?“, „Warum bleiben?“, „Warum sympathisch?“)

        Bei einem universellen Charakterbogen denke ich erstmal, dass alles abgedeckt wird, das es in verschiedenen Systemen gibt, nur vielleicht mit reduzierten Details oder abstrakter, so dass es in verschiedenen Regelwerken realisiert werden kann. Der Envoyer hatte da mal ein recht einfaches Konzept für Abenteuer-Autoren (vielleicht finde ich das die Tage in den alten Heften).

        @Volk:
        Ein anderes Beispiel wären Roboter (Genestealer sind aus Warhammer 40k und waren die Vorlage der Zerg in Starcraft. Synachu² sind aus 1w6 Technophob und sind von den Protos in Starcraft inspiriert, die vermutlich von den Eldar in Warhammer 40k inspiriert sind ☺).

        Mit Rasse/Volk/Spezies/Art/Typ/… habe ich auch immer meine Probleme. Wirklich passt nichts…

        @Das kann ich gut:
        Ich würde sonstiges auf jeden Fall drin lassen. Das macht den Charakterbogen mit wenig Aufwand deutlich vielseitiger. Und für irgendwas braucht man es immer :)

        @Geschlecht:
        So wichtig wie es in unserer Gesellschaft ist, hast du vermutlich Recht. Die meisten Leute weisen selbst asexuellen Wesen ein Geschlecht zu.

        @Zitat:
        Ein typisches Charakterzitat, ja. Ein Beispiel, wie viel Zitate ausmachen, gibt es z.B. hier: http://1w6.org/deutsch/regeln/charakter-griffig-schreiben

        ¹: http://1w6.org/deutsch/regeln/downloads/zettel-rpg „Zettel-RPG“
        ²: http://1w6.org/deutsch/technophob/synachu „Synachu“

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        • @Spielstil:
          So wirklich überzeugen mich Deine Vorschläge nicht. Ich meine, Flusenblatt finde ich hervorragend, aber vielleicht ist das dann doch eher ein Insiderwitz. : D

          Ich habe den Eindruck, dass eher Charakterbogen Dein Problem ist als universell. Ich stimme Dir aber zu, dass eine bessere Bezeichnung vorzuziehen ist. Leider sind weder mir noch den anderen Tippgebern bisher welche eingefallen. : (

          @Das kann ich gut:
          Ja. In diesem Punkt hast Du Recht. Dann würde ich vermutlich Ausrüstung streichen.

          @Volk:
          Art finde ich im Moment halbwegs in Ordnung. Ich werde am Besten darüber schlafen und bei einer Neuauflage noch einmal intensiver in Synonymwörterbüchern und Co. stöbern, ob sich etwas Gutes findet.

          @Zitat:
          Ich bin noch unschlüssig. Wenn man das mit Werten verbindet, wie im verlinkten Beitrag (oder bei Aspekten wie FATE), scheint mir das super. In anderen Fällen ist mein erster Gedanke, dass die Spieler das lieber ausspielen sollen, statt aufschreiben.

          (Ich hatte einmal einen Charakter, der sich in bester Guybrush-Manier als „gefürchteter/bester/in der Heimat bekannte Dochkämpfer/-Krieger“ vorgestellt hat. Die genaue Formulierung hat immer etwas geschwankt, der Inhalt war bei jeder Vorstellung gleich genauso wie die Inbrunst der Überzeugung, mit der er das herausposaunt hat.

          Ich denke nicht, dass es irgendjemanden etwas gebracht hätte, das zusätzlich aufzuschreiben. Umgekehrt, wenn ich es nur aufgeschrieben hätte, aber nicht ausgespielt, wäre es auch bedeutungslos gewesen.)

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  2. Vielleicht könnten Tugend, Traum und Erfolg einfach zusammengefasst werden:

    Tugend, Traum oder Erfolg:

    Laster, Angst oder Niederlage:

    Für eins davon sollte sich bei fast allen Charakteren etwas finden lassen.

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